Freitag, 8. Mai 2009
Nostalgeo no Kaze
Da ich nun seit ungefähr 6 Stunden und 30 Minuten begeistert Nostalgeo no Kaze spiele, wollte ich dann doch mal ein kleine Eindruck dazu abgeben. Der Inhalt ist übrigens absichtlich etwas Scherzhaft dargestellt.
Vor einigen Tagen schon habe ich mich an den Anfang gewagt und mit Gilbert, den Indiana Jones Verschnitt in Person, die liebreizende Fiona gerettet, die dem typischen überstarken Bösewicht mit seiner 9999 HP Bepanzerung notgedrungen aushelfen musste, ein geheimnisvolles Artefakt in die Klauen zu bekommen.
Doch Gilbert schreitet ein, schnappt sich das Mädchen, jetzt hätte noch die typische Indiana Jones Titelmelodie gefehlt und lässt den Rest der Anwesenden einfach mit offenen Mündern stehen.
Auf den Weg zu seinem Flugschiff aber, wird er vom inzwischen aufholenden Widersacher in einen Kampf verwickelt. Das Mädel an Bord des Schiffes befördernd, und sich selber, nach dem kleinen Zwischenduell, im letzten Moment an ein Seil festhaltend, hat er aber nicht mit der Schießfertigkeit seiner Gegner gerechnet und in nächsten Moment auch schon sieht man ihn ins Bodenlose stürzen. Fiona die alleine mit dem Flugschiff davon fliegt, blickt ihn verzweifelt hinterher.
Dann blendet die Szenerie nach London um und gibt den Blick auf eine große Villengegend frei. Hier begegnet man Eddie, der Sohn unseres verschollenen Abenteurers, der sich in den Kopf gesetzt hat, seinen Vater zu suchen und zusammen mit ihm nach London zurückzukehren. Eddie, dessen richtiger Name Edward lautet, ist 16 Jahre alt, trägt ein Kurzschwert bei sich und hat den Mut eines wahren Helden. Bislang zwar nur Möchtegernabenteurer, der sein Können unter Beweis stellen muss, aber doch gut genug, dass er schon bald sein eigenes Luftschiff (Zeppelin) fliegen und damit wilde Flugbestien und gegnerische Schiffe entgegentreten kann.
Naja zurück zum Anfang, Eddie also möchte mit der „Maverick“, die Welt bereisen und die Orte aufsuchen, wo man seinen Vater zuletzt vermutete. Doch vorher gilt es in die schalterdurchfurchte Kanalisation zu tapern, wo er es erstmal mit blutrünstigen Ratten aufnehmen muss, die an sich aber weniger blutrünstig sind, als der glitzerfanatische Boss des Dungeons. Einige Schalter umgelegt und Wasser sinken und steigen lassen, trifft er dann auf Pad. Eine Straßengöre, die man vor einer Rattenflut retten muss, dafür aber gibt es Unterstützung im Bosskampf, denn schließlich trägt die Riesenratte ausgerechnet das glitzernde Amulett um den Hals, was wie Pad sagt, ihm gehöre.
Nach getaner Arbeit möchte Pad, Eddie dann auch weiterhin zur Seite stehen. Vielleicht recht nützlich, da Straßenkinder für gewöhnlich notgedrungen aufs Stehlen zurückgreifen müssen, auch wenn dieser Junge hier einen Tick zu freundlich erscheint.
Zwischenzeitlich sucht das Zwei-Mann Team ein größeres Haus auf, in denen mir die Frau hinter den Tresen vermittelt, man könne dort Quests annehmen und dann drückt sie Eddie auch noch das „Adventurers Book“ in die Hand, wo alle wichtigen und auch unwichtigeren Daten verzeichnet werden. Dort kann man Informationen über bereits getroffene Monster und Personen erfahren und sich Kartenabschnitte der Dungeon angucken, außerdem gibt es auch noch eine Übersicht der bisher erledigten Quests.
Also für diejenigen die Alles wissen wollen, ein sehr nützliches Werk, das sogar die Größe und das Gewicht der Hauptfiguren preisgibt.
Vaters alter Kumpel Evans, erzählt den beiden Jungs dann endlich von der Maverick und man lernt ihre Funktionen und Angriffsmöglichkeiten kennen. Mit der Maverick geht es auf nach Kairo, wie Evans als Anflugspunkt genannt hat. Die Bewohner Kairos kennen Gilbert und im nächsten Moment schon finden sich Eddie und Pad in den Pyramiden wieder, deren Durchstreifung das Finden der väterlichen Pfeife zur Folge hat. Und war da nicht noch die Rede von dem Turmbau zu Babel?
Genauso nimmt das Abenteuer seinen Lauf und später erhält man die ehrenvolle Aufgabe nach jenem Schatz zu suchen, den der Vater schon auf der Spur war, bislang aber vergeblich.
Nostalgeo no Kaze mag von der Aufmachung her beiweilen nicht das beste RPG auf Nintendos aktuellen Handheld sein, auch verzichtet es vollständig auf eine Synchronation.
Doch vor allem für Vertreter von damaligen RPGs wird das Spiel eine nette Erfrischung darstellen, was das Inhaltliche betrifft. Trotz einiger abgeklatschter Elemente, die man schon aus anderen Spielen, allen voran Eternal Acardia her kennt.
Die Kämpfe laufen Rundenbasierend hab und gehen in einen angenehmen Tempo voran, nur die Siegesszene kann man leider nicht abbrechen, wobei sie zwar nicht all zu viel Zeit einnimmt, trotzdem nach einer Weile etwas nervig erscheinen kann.
Wie in jeden normalen RPG gibt es auch das Command Skill als Auswahlmöglichkeit. Hier lassen sich Special Attacken ausüben, die man vorher per Skill Tree aufgestockt oder erlernt hat. Eddie zum Beispiel beherrscht den Schwertkampf, hat aber auch eine Heilungsmagie in petto. Pad ist für Schusswaffenangriffe und Stehlen im Allgemeinen zuständig und Melody, die französische Hexe, greift, wie soll man es anders erwarten, mit Stab und Magie an. Da das letzte Mitglied sich noch nicht in meinem Team befindet, kann ich ihre Kampfweise noch nicht wirklich erläutern. Aber es wird nachgeholt.
Während man mit festem Boden unter den Füssen mit Eddie und Co. Kämpft, so steht einen auf der Weltkarte ein Luftschiff, die Maverick zur Verfügung. Natürlich ist das Schiff hundertprozentig Kampftauglich und sehr robust gebaut. Im Luftschiffkampfmodus werden die HP der einzelnen Charaktere außer Acht gelassen und eine größere HP Leiste, die des Schiffes kommt zum Vorschein. Angegriffen wird unter anderen mit Kanonen und Rammattacken. Jeder Charakter übernimmt eine andere Funktion.
Während Eddie, der das Schiff steuert, die veränderbare Spitze des Fluggefährts als Waffe benutzt, um durch die Gegner durchzujagen, bedient Melody die Schiffskanone, die vor allem gegen Vögel eine effektive Wirkung zeigt. Das Prinzip erinnert etwas an Eternal Arcadia, nur läuft das System in diesem Falle viel schneller und flüssiger ab, was die Kämpfe ganz spaßig erscheinen lässt.
Auf der Suche nach Eddies Vater erkundet man nach und nach, die damalige Welt, mit all ihren Kulturen und Geheimnissen. Das Luftschiff wird durch Storyereignisse mit neuen Funktionen ausgestattet, die erlauben weiter in die Welt vorzudringen und so neue Zielorte oder die ein oder andere Entdeckung ausfindig zu machen. Und dann gibt es da noch die Luftpiratin Scarlet, aus Italien stammend, die sich hin und wieder mal einen Auftritt ergaunert und nach Duellen schreit.
Des Weiteren gilt es Quests zu meistern, was aber nur eine Nebenaufgabe sein mag, die aber Eddies Rang, als Abenteurer steigert, je mehr der Aufgaben er erfolgreich bewältigt.
Quests beziehen sich in erste Linie auf die bereits besuchten Dungeon, in denen man bestimmte Gegner besiegen oder verlorene Gegenstände wieder finden soll. Aber es gibt noch einiges an Aufgaben mehr.
Von der musikalischen Untermalung her, bietet Nostalgeo no Kaze nichts besonders. Die Lieder sind durschnittlich, nicht herausragend oder ohrenschwerzverursachend, was ich als positiv ersehe. Ein schönes Opening mit japanischen Song sucht man hier vergeblich, was ein japanisches Promotion Video teilweise vormachte, ist im Titelbildschirm des Spieles nicht wiederzufinden. Lediglich die unverkennbare Anfangsmusik, mit einigen eingeblendeten Artworkbildern, leiten das Spiel ein.
Viel mehr gibt es eigentlich nicht zu Nostalgeo no Kaze zu sagen. Wer Eternal Arcadia mochte, wird dieses Spiel sicher lieben, auch komplett ohne Synchro macht es eine Menge her und verbreitet eine unvergessliche Atmosphäre.
Also wirklich perfekt, dass es sich schon im September in Amerika blicken lassen wird. Bis dahin werde ich sicher schon mit der japanischen Version durch sein, aber ein weiterer Abstecher ins grandiose Abenteuer wird sich auf jeden Fall lohnen.
Promotion Video
Tags
Game Eindruck,
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